Willkommen bei Delphintherapie für Larissa

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Meilensteine 2010

Das neue Jahr begann schon wieder mit viel Papierkram. Ich sollte erneut einen Aufenthalt in Gailingen bekommen, um wieder nach den vielen Anfällen zu sehen und eine geballte Ladung von Therapien zu bekommen. Nach einigem Hin und Her mit Versicherung und Beihilfe konnten wir aber an die Terminanfrage gehen. Diesmal sollte Dominik mich während der gesamten Zeit begleiten, was ebenfalls viel Organisation erforderte. Mami musste einige Termine in seiner Schule wahrnehmen. Nachdem geklärt war, welchen schulischen Umfang Domi in Gailingen bekommen kann, bekam ich die Erlaubnis, meinen großen Bruder mit zu nehmen. Da freute ich mich total!

Und schon am 22. März ging die Reise los...
Frisch angekommen und schon nach kurzer Zeit fühlten wir uns wieder wie zuhause. Es ist einfach schön, wenn man nach einem Jahr wieder kommt und alle freuen sich. Dieses mal war der anfängliche Papierkram recht schnell erledigt und der Therapiealltag ging ganz schnell los. Vor allem, weil Mami schon mit genauen Vorstellungen ankam. Auf unserer "to do-Liste" stand die erneute Epilepsiekontrolle ganz oben auf. Also Untersuchungen wie EEG und VEP und selbstverständlich auch ein großes Blutbild und die Medikamentenspiegel sollten angeschaut werden. Ebenfalls ganz wichtig war, dass mein Korsett und die Orthesen an meine mittlerweile doch ganz beachtliche Größe angepasst werden.

Meine Logopädin sollte mit mir wieder die Mundmotorik und mein zunehmendes Lautieren trainieren.

 

Für die Physiotherapeutin stand diesmal erneut die Hilfsmittelanpassung im Vordergrund.
Frau Ergotherapeutin sollte meine Wahrnehmung verbessern und Unterarmstütz- und rotierende Bewegungsabläufe üben. Und natürlich sollte ich auch an meiner Kopfhaltung trainieren.
Für das Bewegungsbad habe ich diesmal viele Ziele gesetzt, denn ich will doch so gerne zu den Delphinen … und da muss man doch ganz doll ans Wasser gewöhnt werden. Außerdem wollte ich dieses Mal unbedingt das große Trampolin in der Turnhalle ausprobieren. Das soll mir helfen, lockerer zu werden und eventuell Stabilität im Rumpf zu bekommen.
Im Kindergarten sollte ich im sozialen Umfeld mit anderen Kindern Spaß haben und ganz viele Reize bekommen.
Für Dominik stand jeden Tag Schule auf dem Programm - hihi... Er durfte Mathe, Deutsch, Englisch und Informationstechnologie (Arbeiten am PC) pauken. Anschließend konnte er mit mir oder den anderen Kindern spielen, oder mich zur Therapie bringen und mir dort auch ab und zu zuschauen.
Auch Mami hatte wieder einiges zu tun. Sie bekam einige Termine bei der Sozialarbeiterin. Da ich ja bald zur Schule gehen sollte, brauchte Mami ganz viele Informationen. Aber nicht nur Arbeiten sollte Mami... Sie durfte auch ein paar mal mit anderen Mamis einen netten Abend verbringen. Zum Beispiel mit der Kochgruppe. Und beim Papierschöpfen und in der Bastelrunde konnte sie den Alltag einige Zeit hinter sich lassen und daraus Kraft schöpfen und sich mit anderen Mamis über die alltäglichen Probleme austauschen.
Wir lernten auch während diesem Aufenthalt wieder ganz viele nette neue Leute kennen. Mit einigen davon möchten wir unbedingt weiterhin Kontakt halten, um zu sehen wie wir Kids uns weiter entwickeln.
Insgesamt verliefen diese neun Wochen im Jugendwerk Hegau wieder sehr positiv in allen Richtungen. Wir kommen auch ganz bestimmt wieder...
Danke an die Ärzte und Therapeuten, die Pflegekräfte und Betreuer... und auch an die Lehrer, die versucht haben meinem Dominik etwas bei zu bringen.

Als wir nach unserem Aufenthalt in Gailingen zuhause waren, musste ich ganz brav mit meinen üblichen Therapien fortfahren. Alle Therapeuten waren begeistert, was ich in den letzten Wochen wieder geschafft habe.

So motiviert konnte sich Mami nun endlich an die Planung für meine erste Delphintherapie machen.
Wie im Flug verging die Zeit bis Ende August. Wir waren alle total aufgeregt... die Reise kam immer näher. Über die Vorbereitungen und die Therapie selbst möchte ich euch gesondert berichten.
Leider vergingen die zwei Wochen auf Curacao viel zu schnell.

 


Im Oktober bekamen wir noch ganz lieben Besuch. Die Cousine von meiner Mami. Sie wohnt in USA und blieb einige Tage bei uns. Das war ganz komisch.
Auch meine Mami sprach auf einmal so merkwürdig und ich verstand kein Wort mehr. Ganz klar. Sie sprach Englisch.

Hihi - sogar mit mir...


 




Zu meinem siebten Geburtstag habe ich eine total leckere "Schwarzwälder Kirschtorte" bekommen.


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© Petra Löllgen