Willkommen bei Delphintherapie für Larissa

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Meilensteine 2008

Voller Elan und mit neuer Kraft fand Mami für mich den neuen Kindergarten. Dieser gehört auch zur Konrad Biesalski Schule, ist aber in Wört. Bevor ich dort hingehen durfte, musste Mami so richtig fest kämpfen. Denn der Kindergarten ist in Baden Württemberg, wir wohnen jetzt aber in Bayern. Nach einigem Hin und Her genehmigte das Landratsamt dann doch diese Einrichtung für mich.

Anfangs lief es wieder etwas holprig. Wann werde ich morgens zum Kindergarten abgeholt? Wann komme ich zurück? Wie sind die Zeiten, zu denen Logopädie und Physiotherapie möglich sind? Lässt sich das auch mit Dominiks neuem Hobby "Ju-Jutsu" zusammen bringen?
Aber schließlich schaffte Mami auch dieses organisatorische Wunder.

Im März schafften wir es sogar in den Zirkus... Als ob wir zuhause nicht schon genug davon hätten.

Im April machten wir einen kleinen Wochenendausflug an den Starnberger See. Wir haben in einer Jugendherberge geschlafen und haben GANZ VIELE LIEBE LEUTE kennen gelernt... Danke euch "wybern"!

Leider hatte ich im Mai einen richtig fiesen Infekt. Mit Spucken, Verstopfung, Fieber, Harnwegsinfekt, beidseitige Ohrenentzündung... von oben bis unten alles krank. Mehr als eine ganze Woche ging es mir richtig schlecht.

Aber nach diesem Infekt konnte ich auf einmal ganz andere Laute von mir geben. Gerade so, als hätte ich von dem Infekt einen Schubbser bekommen. Genauso wie meine Beinchen einen Schubbser bekommen hatten. Auf einmal strampelte ich ganz fest mit meinen Füßen, wenn ich auf dem Rücken lag.

Dominik, der kleine Frechdachs, der schaffte es ab jetzt fast immer, mich zum Lächeln zu bringen. Manchmal muss ich dabei sogar kichern *hihi*...

Einige Wochen später versuchte ich, wenn Mami mich von hinten gehalten hat, Schritte zu machen. Ich konnte den Kopf nicht sicher halten und der Rumpf war auch einfach "nur" da... aber die Beine wollten laufen. Wieder stellte ich Mami vor ein Problem. Sie wollte, dass ich fleißig übe. Aber das tut ihr immer ganz doll im Rücken weh. Also wurden Kataloge gewälzt und andere Mamis befragt, ob es nicht ein geeignetes Hilfsmittel gibt. Ja, gibt es wohl, aber das müssen wir erst mal ausprobieren. Infos dazu habe ich bei den Hilfsmitteln schreiben lassen.

In den Sommermonaten gingen wir oft ins Schwimmbad. Es war ja so schlimm heiß. aber das Baden hat mir immer sehr gut gefallen. Im Wasser kann ich sogar richtig gut laufen.

Im August sollte im Behandlungszentrum Vogtareuth geprüft werden, ob gegen meine starken Spastiken in den Armen nicht eine Baclofen-Pumpe hilfreich wäre. Man entdeckte während diesem Aufenthalt, dass ich ständig epileptische Anfälle hatte. Keine "großen" Anfälle... aber diese vielen vielen kleinen Ansencen könnten vielleicht Schuld daran sein, dass meine Spastiken so stark sind. Also entschied man sich zunächst gegen eine Pumpe und für eine weitere Botox-Behandlung. Wir sollten zuerst die Epilepsie in den Griff bekommen, vielleicht würden die Spastiken dann schwächer werden.

Das mit dem Laufen sollte eine kurze Zwischenvorstellung sein, wie sich Ende Oktober herausstellte. Danke Frau Hey, für die tolle Aufmerksamkeit und das "Entdecken" des Problems!


Meine linke Hüfte war luxiert und musste operiert werden. Das wurde am 5. November erledigt. Bis zum 9. Dezember musste ich meinen Becken-Bein-Fuß-Gips 24 Stunden am Tag anbehalten. Danach noch für 4 weitere Wochen nur nachts. Aber sobald ich gemerkt habe, dass ich wieder Freiheit hatte, da gefiel mir auch nachts der "Doofgips" überhaut nicht mehr. Ich habe nur noch geschrien. Arme Mami - arme Nachbarin, die sicherlich auch nicht schlafen konnte... Entschuldigung, es tut mir leid!


Silvester feierten wir diesmal im Kreis von ganz lieben Leuten mit vielen Kindern und leckerem Essen. Ich musste also nicht zuhause sitzen. Das war sooooo schön!

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© Petra Löllgen