Willkommen bei Delphintherapie für Larissa

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Meilensteine 2007

Unser Jahr 2007 startete mit den üblichen Therapien. Wir waren viel unterwegs, es besuchten uns viele Freunde. So langsam kehrte wieder der Alltag ein. Ich musste aber trotzdem immer weiter trainieren. Immer weiter kehrte ich "an die Oberfläche" zurück - ich wurde zunehmend wacher und konnte auch mehr von den Therapien profitieren.

Ein ganz lieber Freund, der Oli, hat für mich ein Rollbrett gebaut. Damit konnte ich mich mit den Beinen umher schieben. Nur zu dumm, wenn man sich unter dem Tisch festfährt. Dann muss man ganz doll meckern, dann kommt auch gleich die Mami und rettet mich aus dieser misslichen Lage.

Nun entschied meine Mami, dass wir noch einmal nach Schömberg fahren sollten, um eine Intensivtherapie zu machen und die Hilfsmittel kontrollieren zu lassen.

Wir bekamen einen Termin im April. Für drei Wochen sollten wir bleiben. Lustig war, dass wir dort zufällig wieder mit den "Alten" Freunden zusammen trafen. Es war anstrengend, aber auch schön. Der Frühling kam und man konnte viel raus an die frische Luft. Bei diesem Aufenthalt durfte ich auch das erste mal Hippotherapie ausprobieren.

Der Kontakt zu den Pferden tat mir richtig gut. Mami beschloss, dass wir zu Hause auch mit Pferden weiter arbeiten sollten. Meine Physiotherapeutin Susanne bot das auch an. Und so durfte ich einmal wöchentlich zusammen mit einer erfahrenen Hippotherapeutin auf Max reiten. Insgesamt bekam ich durch diese Übungsstunden ein bisschen mehr Halt im Rumpf. Und mein Köpfchen konnte ich zumindest ein paar Sekunden halten. Auch das Drehen des Köpfchens von Rechts nach Links gelang mir zunehmend besser. Aber das ist alles so schrecklich anstrengend.

Im August kam dann Kater Merlin zu uns. Wir haben ihn in Omas Garten gefunden. Er war noch ganz ganz klein. Der Tierarzt sagte, er wäre gerade mal 4 Wochen alt. Er war ganz alleine. Und Dominik hat es richtig gemacht: "Mami können wir die Katze behalten. BÜTTÄÄÄÄ !!!" Da konnte Mami nicht wiederstehen. Somit hatten wir jetzt auch einen kleinen Therapietiger.

Dominik durfte ab September nun schon in die zweite Klasse gehen und ich kam in den Kindergarten in Wustenriet. Dort wurde ganz neu eine Außenstelle der Konrad Biesalski Schule gegründet. Da war ich zusammen mit vier anderen behinderten Kindern und einer ganzen Menge ganz gesunden Kindern in einer Gruppe. Ich war dort sehr beliebt. Die anderen wollten immer mit mir Friseur spielen, weil ich so lange Haare hatte. Das hat mir immer sehr gut gefallen.

Leider durfte ab diesem Zeitpunkt mein Pflegedienst nicht mehr kommen. Schade, so hieß es Abschied nehmen von Tina, Esther, Alexia... *schnief*! Die Tina erkundigt sich immer wieder noch nach mir.
DANKE AN ALLE MALTESER-MÄDELS UND DEREN CHEF !

Ende Oktober bekam ich meine zweite Botox-Behandlung. Und wieder musste ich die lästigen Gipse tragen. Das war SO gemein.

Kaum ein halbes Jahr im Kindergarten, kam schon wieder eine Änderung. Diesmal eine riesengroße: Wir mussten umziehen. Und zwar nicht nur ein paar Ecken weiter, sondern gleich 60 Kilometer.

Also musste Mami wieder einen neuen Kindergarten für mich suchen, neue Therapeuten und auch neue Ärzte. Wieder musste ich mich komplett umgewöhnen. Das ist doch immer so schwer! Auch für Dominik stand ein Schulwechsel an. Für ihn war es auch nicht einfach, dass er neue Freunde fand. Aber wir drei zusammen schafften das.

Pünktlich zum Jahreswechsel konnten wir das Feuerwerk in unserer neuen Wohnung im 5. Stock ansehen. Endlich hatten wir unserem "ALTEN" Leben den Rücken gekehrt. Wir drei begannen einfach ganz von vorne.


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© Petra Löllgen